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11.04.2026  |  Norderstedter Stadtparklauf  |  Norderstedt

Wiedereinstieg (endlich)
[von Bernd Hegemann]

Es wurde auch wieder Zeit. Bei meinem letzten Crosslauf Anfang Februar hatte ich mir die Achillessehnen leider etwas geschreddert, was mich zu einer kleinen Wettkampfabstinenz zwang. Allerdings war ich in der Zwischenzeit nicht untätig. Die vergangenen zwei Monate waren gespickt mit Radeinheiten und -intervallen, isometrischen und exzentrischen Wadenhebern und dem vorsichtigen Herantasten an alte Geschwindigkeiten und Belastungen.

Das klappte auch einigermaßen gut, weswegen ich darauf brannte, endlich mal wieder in den Wettkampfzirkus einsteigen zu können. Zwei Crossläufe, einmal den im Volkspark und einmal den neuen am Kupferteich, musste ich leider sausen lassen, aber um nicht aus der Gesamtwertung der BSV Crosslaufserie zu rutschen, wollte ich unbedingt den letzten Lauf in Norderstedt bestreiten.

Die Vorzeichen für die Serie waren gut. Im Vergleich zur vergangenen Serie hatte ich mich sogar um eine Position verbessert und rangierte auf Platz 4. Die vor mir stehenden waren zu stark und uneinholbar, die hinter mir stehenden sollten auf Distanz zu halten sein. Zumal mein direkter Konkurrent auf Platz 5 diesen Lauf ausfallen ließ. Daher war Ankommen die oberste Devise und dabei möglichst keine Verschlechterung meines Zustandes riskieren.

Zusammen mit Danny und Axel waren wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 15°C im Norderstedter Stadtpark die einzigen Starter unseres Teams. Danny hatte ich leider verpasst, da die zuerst gelaufene Langstrecke zeitlich zu weit von meinem Start, dem letzten des Tages, entfernt war. Aber er machte seine Sache super und zog die gut 11 Kilometer in einem 5er Schnitt durch und zeigt damit weiterhin aufsteigende Form.

Axel erwischte ich in Flagranti auf der ersten Runde der Mittelstrecke und nutzte die Gelegenheit, ein paar Fotos zu schiessen. Nachdem ich ihn auf der zweiten Runde ebenfalls abgelichtet hatte, schloss ich mich ihm an, um mich warmzulaufen. Wir plauderten ein wenig und irgendwann ließ ich ihn ziehen, da er langsam das Tempo anzog, um die Leute vor sich einzusammeln.

Im Ziel klatschten wir uns kurz ab und ich ging nach Austausch der letzten Befindlichkeiten zum versetzten Start der Kurzstrecke, wo ich noch einen Schnack mit Frank vom TÜV-Nord hielt, der immer irgendwelche interessanten Anekdoten seiner vergangenen Läufe auf Lager hat.

Weil alle schon unruhig mit den Füßen scharrten, ging es nach einer kurzen Ansprache schon zwei Minuten früher als geplant auf die Piste. Und ich war froh, dass es endlich los ging. So ganz einschätzen konnte ich meine Leistung nicht, da ich mich in der Form die vergangenen zwei Monte nicht belastet hatte.

Aber es klappte ganz gut und ich versuchte ein Tempo zu finden, was sich für meine Achillessehnen moderat anfühlte. Kilometer 1 registrierte ich mit einer Durchgangszeit von knapp 4:40 Minuten. Als Leitplanke hatte ich mir einen Wattbereich zwischen 360 und 370 in die Uhr gestellt und dachte, dass ich auf dem flachen Kurs hier im Stadtpark das Tempo gut halten könnte.

Während des Laufes musste ich allerdings erkennen, dass eine Range von 100 Watt eindeutig zu schmal für mich waren. Ständig tüdelte die Uhr, weil ich entweder zu schnell (am Anfang) oder zu langsam (zum Ende hin) war. Das war so nervig, dass ich dadurch die Splitzeiten gar nicht mitbekommen hatte. Kilometer 2 war zum Beispiel mit 4:34 Minuten durchgerutscht.

Nun denn, während des Laufens konnte und wollte ich die Signale nicht abschalten, daher versuchte ich weiter locker und möglichst achillessehnenschonend zu laufen. Nach zwei Kilometern stellte sich meine altbekannte Luftknappheit wieder ein, die mir bei Kilometer 3 einen Split von 5:01 bescherte.

Aber nach der zweiten Trailpassage konnte ich wieder etwas Fahrt aufnehmen und die letzten 700 Meter mit einem 4:33er Schnitt zu Ende bringen. Ohne großen Endspurt, um nichts zu riskieren.

Die erreichten 17:22 Minuten sind zwar 23 Sekunden langsamer als im vergangenen Jahr, aber aufgrund der Umstände positiv zu bewerten. Die Achillessehnen waren größtenteils unauffällig während des gesamten Laufes und ich hoffe, dass nichts nachbleibt. Wir werden sehen...

In der Gesamtwertung sprang zum Ende ein erfreulicher dritter Platz im letzten Rennen heraus, wodurch mein vierter Gesamtplatz festgeschrieben werden konnte. Wie gesagt, ein Rang besser als in der letzten Saison.


Zur kompletten Bildergalerie geht es hier lang.


Streckenkarte

Wetter und Boden
[von Bernd Hegemann]
15°C, sonnig, Wind mittel aus süd-ost, Untergrund gemischt, trocken
Ergebnis(se) in 2026
3760 Meter
30. Bernd Hegemann   SG Gruner+Jahr   17:22 Min.   (4:37) 5.M55   35 % /56 %   
Ergebnisse zu dieser Veranstaltung in allen Jahren
3020 Meter
11. Bernd Hegemann   SG Gruner+Jahr   13:08 Min.   (4:21) 1.M55   12 % /17 %   2023
3760 Meter
19. Bernd Hegemann   SG Gruner+Jahr   16:59 Min.   (4:31) 3.M55   21 % /43 %   2025
30. Bernd Hegemann   SG Gruner+Jahr   17:22 Min.   (4:37) 5.M55   35 % /56 %   2026
Ergebnisse im Internet
[von Bernd Hegemann]
Link zur Homepage
[von Bernd Hegemann]
 
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