
Neunter Start im Hamburger Stadtpark für die
SG Gruner+Jahr, aber erstmal musste man sich an den neuen Namen gewöhnen, der vom
Mopo-Team-Staffellauf in
Run5 Teamstaffel umbenannt wurde, um das Veranstaltungskonzept auf andere Städte übertragen zu können. In diesem Jahr waren das neben Hamburg noch Lübeck und Wiesbaden.

Eine andere "Neuerung" gab es beim Wetter. Bislang konnte man davon ausgehen, dass das Thermometer mindestens eine 3 vorne stehen hatte oder die Luftfeuchtigkeit nahe 100% rangierte. Das war in diesem Jahr mal ganz anders. Durchziehende Regenschauer bewogen sogar den Veranstalter, den Start erst um 30 und dann noch um weitere 15 Minuten nach hinten zu verschieben.
Gut, das Schlimmste war damit überstanden und auch von Gewitter sind wir trotz leichtem Rumpeln verschont geblieben, aber trotzdem war der Drops noch nicht gelutscht und traf unter anderem unseren Startläufer (nämlich mich) auf den ersten eineinhalb Kilometern.
Erstmalig in meiner "Karriere" bei diesem Event sollte ich die Position 1 besetzen. Eingelaufen war ich bereits, leider etwas zu früh wegen der Verschiebung und danach jäh wieder runtergekühlt. So stand ich dann um 17:48 Uhr in meinem Block B, als der Startschuss knallte und das Feld sich langsam begleitet von einem milden Landregen in Bewegung setzte.
Die leicht erkaltete Muskulatur und der träge Start inkl. Slalomlaufens nötigte mich dazu, nicht wie sonst flott loszulaufen. Außerdem war ich nicht sicher, was heute abrufbar war. Das vergangene Training war eher homöopathisch und geprägt von Regeneration nahe der Nullinie. Aber wenigstens habe ich nach langem (besser gesagt sehr langem) Detektivspiel eine Spur gefunden, der ich nun folgen kann und die hoffentlich Besserung verspricht.
Kilometer 1 passierte ich demzufolge in 4:56 Minuten und war damit schon mehr als 10 Sekunden langsamer als in den vorigen Jahren. Was sich aber nicht als Nachteil herausstellen sollte. Auf jeden Fall war ich da schon leicht genervt, dass sich etliche nicht an die Vorgabe des Veranstalters hielten, rechts zu laufen, wenn sie nicht überholen wollten.
Kilometer 2 war dann mit 4:42 Minuten so wie immer, aber das war auf dem leicht abschüssigen Teilstück auch keine Kunst. Das Gute war, dass mich das langsamere Anfangstempo in eine Art Trott oder Zustand gebracht hat, der leicht unterhalb der für mich altbekannten Atemnotgrenze lag. So konnte ich immer gut nachregeln, dass das so blieb. Außerdem spielte mir ab da auch das kühlere Wetter in die Karten, wodurch der Kessel nicht wirklich zum Glühen kam.
Kilometer 3 um den Stadtparksee mag ich echt, weil wir in dieser Ecke bei der Crosslaufserie nicht vorbeikommen und dadurch für mich etwas "unbekannter" daherkommt. Splitzeit war mit 4:51 Minuten ganz passabel. Es folgte Kilometer 4, den ich weiterhin recht locker in ebenfalls 4:51 Minuten runterspulen konnte.

Nun folgte die kleine, fiese Steigung, die aber durch die Anfeuerungen meiner Teamkolleg:innen versüßt wurde. Langsam merkte ich die schwindende Kraft und war froh, als der höchste Punkt an der Otto-Wels-Straße erreicht war. Nur noch ein bisschen links-rechts, aber trotzdem zieht sich das Ende in jedem Jahr und geht kaum vorbei.
Zuerst durch Zeltschneise und Schwenker-Schwaden, die einem den letzten Atem rauben, bis es endlich links ab auf das holperige Rasenstück Richtung Ziel ging. Die 5 km Marke des Veranstalters passierte ich bei 24:14 Minuten, meine selbstgestoppte GPS-basierte Zeit lag bei 24:21 Minuten und die elektronisch erfasste Zeit stoppte bei 24:27 Minuten. Sucht euch eine aus ;-)
Noch 100m extra kamen wie immer im Wechselbereich oben drauf, so dass letztendlich eine neue PB auf diesem Kurs für mich stehen blieb. Satte 30 Sekunden schneller als bei
meiner PB im letzten Jahr, vor allem wegen der angenehmeren Temperaturen heute.
Bei der Übergabe musste ich noch ein wenig suchen, bis ich Kerstin erspäht hatte und war dann froh, als der Stab übergeben war und ich mein Soll für diesen Tag erledingt hatte. Auf Kerstin folgte die nimmermüde Sandra, danach lief Christine und Axel rundete unseren Lauf zum Ende ab.

Unsere Position ist mit Rang 527 von 682 Mixedstaffeln nicht in dem Bereich, wo wir schon mal rangierten. Aber wenn man mal resümiert, dass wir mit drei Frauen, von denen zwei einem Laufeinsteigerprogramm entsprungen waren und zwei "ältlichen" Herren gegen Staffeln oft mit vier knackigen jungen Männern und einer schnellen Frau angetreten sind, relativiert sich das Ergebnis schon deutlich.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, erst Gas zu geben und danach lecker zu Picknicken. Können wir gerne im kommenden Jahr wieder machen. Oder wir suchen uns mal ein anderes Teamevent aus, damit es nicht zu langweilig wird.
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Streckenkarte