6. Dezember
3. BSV-Crosslauf 2008/2009 (Shell) Hamburg-Bahrenfeld (Volkspark Nord)
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
14:56 Min.
3,6 km
Crosslauf
8. von 17
M40
29. von 139
257
50:10 Min.
10,6 km
Crosslauf
25. von 58
M40
111. von 302

14:56 Min.
3,6 km
Crosslauf
2. von 7
M35
20. von 119
<-- 06/07
54:20 Min.
10,6 km
Crosslauf
31. von 41
M35
221. von 373
<-- 06/07
13:54 Min.
ca. 3,4 km
Crosslauf
5. von 15
M35
22. von 110
<-- 05/06
Erlebnisbericht:  Die zweite Luft

Kurzstrecke
Dieses mal fühlte ich mich um Längen besser, sowohl im Vergleich zu 2006, aber auch zum letzten Lauf vor zwei Wochen im Hamburger Stadtpark.Bereits beim Einlaufen merkte ich, dass ich gut drauf war, obwohl ich wie im Stadtpark auch die Woche vorher einen langen Lauf in den Beinen hatte. Zum Vergleich habe ich einmal die Pulskurve von 2006 (in grün) gegen die heutige (in rot) gehalten. Im Schnitt bin ich 170 Schläge statt 173 vor zwei Jahren gelaufen.

Am Anfang sieht man, dass ich ähnlich schnell angegangen bin, aber bei der ersten längeren Bergabpassage habe ich mich dieses mal ein ganzes Stück besser erholt und blieb von da ab fast komplett unterhalb der 2006er Kurve. So kam es mir auch beim Laufen vor. Die Anstiege gingen relativ gut, mit kleinen Schritten und ohne maximalen Druck. Das schonte die Sauerstoffschuld.

Zum Ende hätte ich noch richtig gut Reserven einsetzen können, aber da war niemand in der Nähe, für den sich kämpfen gelohnt hätte. Und ausserdem hatte ich die Langstrecke noch im Hinterkopf. So bin ich dieses Jahr exakt die selbe Zeit mit weniger Einsatz gelaufen. Man erkennt deutlich, wie sich die langen Läufe positiv bemerkbar machen.

Langstrecke
Hier bin ich wieder mit meinem 'Bruder' Andreas am Start gewesen, obwohl ich eigenlich mit meinem Kollegen Marc verabredet war. Der erzählte mir aber hinterher, dass er 4 Minuten zu spät zum Start kam und das Feld von Hinten aufrollte. Wie beim letzten mal hatte sich Andreas auf der Kurzstrecke mit seinem Jüngsten laufend wunderbar ausruhen können, so dass ich schon am ersten Anstieg Schwierigkeiten hatte, ihm zu folgen. Am Ende von Runde 1 hatte ich zwar noch Sichtkontakt, aber dort bereits meine Hoffnungen aufgegeben, mit ihm zusammen zu laufen. Runde 2 bin ich total abgekackt. Die Kurzstrecke merkte ich heftiger als die im Stadtpark und tippelte die Berge nur noch langsam hoch. Etliche Läufer/innen überholten mich, so auch Sönke, den ich hier erstmalig persönlich kennengelernt und ihm im HH-Laufforum angeboten hatte, Chauffeur zu spielen. Auf der Kurzstrecke konnte ich ihn noch in Schach halten, hier aber schien sich das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Langsam aber stetig zog er von dannen.

Auf der dritten Runde passierte allerdings etwas, was ich bisher ganz selten bei mir beobachtet habe. Ich bekam die zweite Luft und konnte auf den Flachpassagen wieder richtig gut Tempo aufnehmen, so dass ich einige Läufer wieder einsammeln konnte. Vor dem letzten langen Bergabstück hatte ich auch Sönke wieder passiert und konnte noch richtig Abstand zwischen uns packen. Weiter Druck machend konnte ich sogar auf den letzten Metern Ulli Krastev einsammeln und mit langem Schritt ins Ziel trudeln. Dachte ich, dass ich das könnte, als ich Schritte hörte und noch mal Gas geben musste, um nicht noch überholt zu werden. Trotzdem wurde der Kollege hinter mir mit der selben Zeit in der Ergebnisliste vor mir geführt. Gemein, da er die selbe Altersklasse ist, wie ich. Aber da ich die Langstrecke eh nur zum Spass mitlaufe, will ich mich mal nicht weiter beschweren. Hauptsache, es hat Spass gemacht, und das hat es heute wirklich.

Strecke:


Höhenprofil Kurzstrecke:



Höhenprofil Langstrecke:






30. November
19. Adventslauf
Ratzeburg
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
2:35:38 Std.
31,5 km
Waldlauf
57. von 206
M40
218. von 1107
256
2:02:03 Std.
26 km
Waldlauf
56. von 201
M35
208. von 1154
<-- 2004
Erlebnisbericht:  Matschparade

Also, wer am ersten Advent den besonderen Drang verspürt, im matschigen, kahlen Wald bei trübem Nebelwetter bergauf und bergab zu laufen, der ist in Ratzeburg bestens aufgehoben. Ich hatte auf jeden Fall richtig Lust, nach 4 Jahren Abstinenz hier wieder anzutreten. In der Regel sind die Startplätze schnell vergriffen, daher ist frühzeitige Anmeldung Pflicht. Normalerweise, aber nicht in diesem Jahr. Warum? Der Ratzeburger Sportverein konnte dieses Jahr den 26er nicht so durchführen, da eine Brücke am oberen Ende der Strecke, also etwa auf der Hälfte, gesperrt war und so war man gezwungen, sie zu verlängern und bis zur nächsten Brücke auszuweichen. Der Sprung in der Streckenlänge hat mit Sicherheit etliche Stammgäste verschreckt, so dass am Samstag und Sonntag noch Startnummern verscherbelt wurden.


Kilometer 0 bis 5 (50 HM)
Direkt nach dem Start ging es erstmal steil bergab, über eine Brücke und dann links, wo langsam aber stetig die Kletterei losging. Ich hatte mich gut positioniert, um etwaigen Staus aus dem Weg zu gehen, kam aber trotz des flotten Anfangstempos nicht besonders gut die Anstiege hoch. Das merkte ich schon relativ schnell. Daher überlegte ich mir, dass ein 5er-Schnitt am heutigen Tag und bei diesem Profil ganz o.k. sein sollten.
Splitzeit 22:39 Min. (Durchschnitt 4:32 Min./km)



Kilometer 6 bis 10 (70 HM)
Die Oberschenkel fühlten sich schon wieder total schwammig an, genauso wie in Quickborn, bis ich endlich dahintergekommen war, woran es lag. Muss wohl die Kälte sein, bei 2°C ist die dünne Hose wohl doch etwas zu frisch. Das gute an dem Gefühl ist, dass es nicht besonders leistungsmindernd ist. Ich kann damit gut weiterlaufen, fühlt sich halt nur komisch an. Dieser Abschnitt war von den Anstiegen her der heftigste, aber der Vorteil ist halt, dass er relativ früh stattfindet, wo man noch genug Saft in den Beinen hat.
Splitzeit 24:55 Min. (Durchschnitt 4:59 Min./km)
Durchgangszeit 47:34 Min. (Durchschnitt 4:45 Min./km)


Kilometer 11 bis 15 (20 HM)
Ab hier hat man das schlimmste geschafft. Ein kleiner Huppel noch und man kann sich wunderbar treiben lassen. Ich hatte mich in eine Gruppe von etwa 5 Mann eingereiht und versuchte, kraftsparend voranzukommen. Auf dieser Passage läuft man nicht mehr im Wald, sondern auf asphaltierten, fast schnurgeraden Wegen. Irgendwann am Ende überquert man dann die bereits angekündigte Brücke und bekommt noch ein paar Höhenmeter zusätzlich geschenkt.
Splitzeit
23:52 Min. (Durchschnitt 4:46 Min./km)
Durchgangszeit 1:11:26 Std. (Durchschnitt 4:46 Min./km)


Kilometer 16 bis 20 (20 HM)
Kurz vor Kilometer 18 erreicht man dann wieder die ursprüngliche Strecke und kann einen Blick auf die gesperrte Brücke werfen. Naja, sie stand noch, aber drüberlaufen wäre wohl echt nicht gegangen. Bei Kilometer 20 gab es einen weiteren Verpflegungspunkt. Ich meine, es war der dritte (oder vierte). Klasse fand ich, dass alle gereichten Getränke durchweg angewärmt waren. Extrem magenfreundlich. Nicht ganz so klasse waren die angebotenen Müsliriegel, also diese Dinger mit der Schokoschicht unten und den aufgepoppten Crispies. Die waren so dermaßen hart, dass mir fast was aus der Knabberleiste gebrochen wäre. Hier habe ich übrigens auch meinen Spartenleiter zum ersten mal gesehen. Jens sah aus wie das heulende Elend und meinte, er wäre so kaputt, dass er am liebsten aussteigen wollte. Hm, dachte ich, ein bisschen früh mit noch nem Restdrittel vor der Brust. Ich bot ihm an, zusammen zu laufen, aber er wollte lieber sein Tempo finden und ich denke mal, auch seine Ruhe haben. So stopfte ich mir den linken MP3-Stöpsel wieder ins Ohr, trabte an Jens vorbei und versuchte, weiterhin locker zu bleiben.
Splitzeit
24:41 Min. (Durchschnitt 4:56 Min./km)
Durchgangszeit 1:36:07 Std. (Durchschnitt 4:48 Min./km)


Kilometer 21 bis 25 (0 HM)
Die Strecke zwischen 20 und 25 Kilometer geht megaflach und wunderschön, teilweise richtig nah am Ratzeburger See entlang. Manchmal kommt man an winzig kleinen Häfen vorbei
und ab und an stehen ein paar Menschentrauben am Rand und feuern die Läufer/innen an. So langsam wurde es bei mir enger. Das erkennt man nicht nur an dem leicht sinkenden Schnitt trotz flacher Strecke, sondern die Überholquote stieg langsam negativ an, so dass mich doch eine ganze Reihe Leutchen stehen ließen. Aber meine Zwischenzeit war nur 1:30 Minute langsamer als in Quickborn. Das war doch mal eine gute Nachricht, zumal ich noch ein paar Reserven in petto hatte.
Splitzeit 25:05 Min. (Durchschnitt 5:01 Min./km)
Durchgangszeit 2:01:12 Std. (Durchschnitt 4:51 Min./km)


Kilometer 26 bis 30 (40 HM)
Der 26. Kilometer war ebenfalls noch geschenkt, sprich ohne Anstieg. Der kam dann aber exakt an der 27er-Marke. Hier entschied ich mich, die erste Rampe walkenderweise zu erklimmen und mich mental auf die nächste hinter Kilometer 28 vorzubereiten. Hier gab es dann noch den letzten Verpflegungspunkt, an dem ich mir wieder lecker Wasser und ein Müslistück gönnte. Um mich nicht zu verschlucken, wurde auch hier gewandert, als ich im Augenwinkel bemerkte, dass sich Jens klammheimlich an mir vorbeimogelte. So schnell konnte ich gar nicht kauen und ruck-zuck hatte er einen kleinen Vorsprung rausgelaufen. Hier an der ansteigenden Stelle konnte und wollte ich keine Reserven locker machen, daher wartete ich auf das kurze Flachstück bei Kilometer 29 und schob mich gepusht von Techno-Beschallung wieder an Jens vorbei.
Splitzeit
27:37 Min. (Durchschnitt 5:31 Min./km)
Durchgangszeit 2:28:49 Std. (Durchschnitt 4:58 Min./km)


Die letzten 1,5 Kilometer (0 HM)

Der Rest des Laufes ist einfach nur Genuss pur. Man kann sich wunderbar treiben lassen. Wie gesagt, ein paar Restkörner hatte ich noch zum verbraten, daher konnte ich jetzt meine Überholquote leicht erhöhen. Einige vor mir waren sichtlich platt und hatten wohl keinen Bock mehr. Zum Ende hin noch schnell unter der Unterführung durchgehuscht, diesmal nicht falsch abgebogen, um dann rechts auf die lange Zielgerade abzubiegen. Echt klasse, durch das Spalier der Zuschauer zu fliegen. Jens kam nicht mehr an mich ran und einige bekannte Philips-Leute konnte ich ausserdem noch hinter mir lassen. Bis auf die Schwächen am Berg bin ich super zufrieden mit dem Lauf.
Splitzeit 6:49 Min. (Durchschnitt 4:33 Min./km)
Endzeit 2:35:38 Std. (Durchschnitt 4:56 Min./km)

Höhenprofil:






22. November
2. BSV-Crosslauf 2008/2009 (Stadtparklauf ERGOsports Hamburg)
Hamburg (Stadtpark)
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
15:24 Min.
3,7 km
Crosslauf
5. von 15
M40
35. von 146
255
46:34 Min.
10,39 km
Crosslauf
38. von 73
M40
137. von 357
 
29:54 Min.
6,8 km
Crosslauf
17. von 34
M40
56. von 189
<-- 2007
14:08 Min.
3,7 km
Crosslauf
3. von 7
M35
21. von 130
<-- 2006
43:49 Min.
10,39 km
Crosslauf
17. von 43
M35
95. von 365
<-- 2006
14:52 Min.
3,7 km
Crosslauf
7. von 17
M35
32. von 116
<-- 2005
42:55 Min.
10,39 km
Crosslauf
14. von 55
M35
87. von 391
<-- 2004
Erlebnisbericht:  Immer noch stehend k.o.

Das, was ich am Ende des vorigen Berichtes geschrieben hatte, galt für mich heute immer noch. Schon bem Warmlaufen merkte ich, dass ich nicht richtig auf Touren kam und hatte die Hoffnung, dass es mit einem Schuss Adrenalin auf der Kuzstrecke schon werden würde.

Das Wetter war top, 2,5°C, glasklare Luft und strahlender Sonnenschein. Bei der Bundeswehr hatten wir einen Spruch "Wo kein Schnee liegt kann gelaufen werden". Den habe ich für mich etwas erweitert in "Wo kein Schnee liegt kann in kurz gelaufen werden". So entschied ich mich für kurze Radler, was keine schlechte Wahl war. Es war trotzdem noch warm genug, aber doch so langsam an der Grenze. Und endlich hatte auch das Wörtchen "Cross" im Titel  "Wald- und Crosslaufserie" ansatzweise seine Berechtigung. Durch den Schnee vom Vortag war die Strecke an der einen oder anderen Stelle richtig schön durchmatscht, so dass man sich auch mal ein bisschen dreckig machen konnte. Das gehört für mich einfach dazu.

Als es dann um 13 Uhr auf die Kurzstrecke ging, setzte sich das Gefühl vom Warmlaufen fort. Der Puls ging nicht in die Höhe und dümpelte bei 167 Schlägen herum. Ausserdem ließ sich der Körper nicht so richtig fordern, wie ich es normalerweise gewohnt bin. Im Laufe des Rennens wurde mir dann langsam klar, dass mir der 25er vom letzten Sonntag noch in den Klamotten steckt und deswegen heute nicht viel zu holen sei. Daher knautschte ich das Rennen ohne großen Druck zu Ende.

Auf der Langstrecke standen dann Andreas und ich zusammen und nahmen uns vor, gemeinsam zu rennen. Das klappte dann auf der ersten Runde für mich so leidlich. In 14:06 Minuten liefen wir das erste mal an der großen Zeitanzeige vorbei, aber da merkte ich schon, dass ich sein Tempo nicht halten konnte und ihn ziehen lassen musste. Auf der zweiten Runde quälte ich mich so leidlich weiter und hatte einen Split von 15:53 Minuten. Danach hatte ich keine Lust mehr auf quälen und schlug ein lockereres Tempo an, was mir mental auch wesentlich besser tat. Und nachdem ich dann mit ein paar Läufern einen kurzen Schnack gehalten hatte, kam auf einmal die zweite Luft und ich konnte wieder etwas Fahrt aufnehmen und bis ins Ziel halten. Mit einer Splitzeit von 16:35 blieb die Uhr dann letztendlich bei 46:34 Minuten stehen. Ich hoffe, dass es nächsten Sonntag in Ratzeburg trotz 31,5 teilweise profilierten Kilometern besser läuft.

Streckenkarte/Streckenverlauf:



Höhenprofil Kurzstrecke:



Höhenprofil Langstrecke:






16. November
31. 25 Kilometer Lauf
Quickborn
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
1:59:41 Std.
25 km
Volkslauf
30. von 90
M40
101. von 448
254


BSV-Wertung
13. von 30
M40
39. von 105

Erlebnisbericht:  Ein Quicky in Quickborn

Da wohne ich jetzt schon fast acht Jahre in dieser Ecke und habe noch nie bei diesem Lauf im Nachbarort Quickborn mitgemacht. Dabei ist der Lauf ein echtes Highlight, wo sich bei in der Regel schäbigem Schmuddelwetter immer knapp 500 Leute einfinden. Und da mittlerweile jede Hans-und-Franz-Veranstaltung einen Halbmarathon anbietet, ist es mal was ganz angenehmes, diese selten gewordene Strecke laufen zu können. Übrigens, das Wetter war heute interessanterweise ganz anders als gewohnt. Zwar begrüßte uns vor dem Start ein bisschen Sprühregen, aber dann riss die Wolkendecke auf und die Sonne verwöhnte uns die nächsten zwei Stunden bei angenehmen 9°C. Das einzig anspruchsvolle war bei dieser flachen Strecke der recht kräftige Westwind und die gelegentlichen Passagen, die nicht asphaltiert waren.


Kilometer 0 bis 5
Gestartet wurde auf dem Rathausplatz in Quickborn, direkt gegenüber der AKN-Haltestelle. Vorher gab es noch einen Fußmarsch dorthin, da das Ziel, die Parkplätze und die Anmeldung am/im 600 Meter entfernten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium lagen. Vom Start weg versuchte ich, ein ruhiges Tempo zu finden, aber der Puls drängte immer wieder in höhere Bereiche. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich die Wunschzeit von zwei Stunden unterbieten kann, da ich noch in der Vorwoche eine Erkältung auskurieren musste. Es ging am Freibad entlang und dann links in südlicher Richtung durch Wohngebiete, die ich bislang noch nicht kannte. Schnell war der Ort aber hinter uns gelassen und es ging auf Feldwegen wunderschön durch die Natur Richtung Hasloh. Die Splitzeiten pendelten zwischen 4:31 und 4:50 Minuten, wobei ich immer noch versuchte, den Puls niedrig zu halten.
Splitzeit 23:17 Min. (Durchschnitt 4:39 Min./km)


Kilometer 6 bis 10
Jetzt ging es direkt durch Hasloh und in für mich altbekannte Regionen. Der Puls ließ sich immer noch nicht nach unten beeindrucken, also versuchte ich, damit klarzukommen und wenigstens nicht das Gefühl zu haben, am Anschlag zu sein. Blöd war nur, dass jetzt ganz langsam die Oberschenkel zu spüren waren. Ich versuchte, mich an einen vor mir laufenden heranzuarbeiten, der in etwa mein Tempo lief, um bei eventuellen Gegenwindpassagen etwas Schutz zu bekommen. Dabei habe ich dann dummerweise Kilometer 6 übersehen, der irgendwo kurz vor der Dorfstrasse gelegen haben muss. Aus Hasloh raus ging es weiter in südlicher Richtung über den Klövensteen zum Friedhof. Hier wurde zum zweiten mal die Strecke etwas uneben, aber da es sich hier um meine Hausstrecke handelte, kannte ich natürlich jeden Stein. Hinter dem Friedhof ging es über die kleine Brücke, wo bereits der erste Verpflegungspunkt (Kilometer 8,3) aufgebaut war. Ich schnappte mir zwei Becher Wasser und ließ meine beiden Frühstücksbrötchen ein wenig schwimmen. Beim Wiederfinden meines Wohlfühltempos schnackte ich dann kurz mit einem M50-Läufer vom
VfB Brunsbüttel und erzählte ihm, dass das meine Hausstrecke sei. Ist schon interessant, wie so ein kleines Gespräch einen aneinander schweissen kann. Bis zum Ende des Rennens ließen wir uns nicht mehr aus den Augen.
Splitzeit 23:04 Min. (Durchschnitt 4:37 Min./km)
Durchgangszeit 46:21 Min. (Durchschnitt 4:38 Min./km)


Kilometer 11 bis 15
S
o liefen der VfBler und ich teilweise einträchtig nebeneinander her. Die Strecke führte nun im Bogen wieder zurück, an der Schießanlage vorbei, Richtung Hasloh. Vor der Autobahnbrücke ging es rechts ab und schnurgerade an der Autobahn entlang. Zu uns gesellte sich ein weiterer Läufer, der sich aber immer schön hinter uns schadlos hielt. Während wir ein kleines Waldgebiet durchliefen registrierte ich Kilometer 13 und hatte etwas über 1 Stunde auf der Uhr. Prima, dachte ich, jetzt nur noch nen knappen 5er Schnitt, dann passt das mit der Zeit unter 2 Stunden. Hinter dem Wald ging es dann links Richung nördlicher Hasloher Autobahnbrücke. Hier wurde die 15er-Marke passiert.
Splitzeit
23:33 Min. (Durchschnitt 4:43 Min./km)
Durchgangszeit 1:09:54 Std. (Durchschnitt 4:40 Min./km)


Kilometer 16 bis 20
Direkt dahinter gab es dann den zweiten Verpflegungspunkt (Kilometer 15,1), wo ein Becher Wasser schnell versenkt wurde. Ich hatte mir vorgenommen, mein MP3-Doping rauszukramen, sobald es schwerer wurde. Zwar ging es mir noch erstaunlich gut, aber ich wollte etwas vorsorgen. Streckentechnisch ging es weiter rechts an der Autobahn entlang bis hoch zum Holstenstadion und von dort stadteinwärts bis zur Ampel. Hier hatte sich bereits ein Polizeikorso postiert, der die Autofahrer schön in Zaum hielt und uns rechts ab Richtung Quickborn-Heide lotste. Der schnurgerade Radweg wurde schon etwas langweilig, als sich eine größere Horde Läufer an uns vorbeischob und für etwas Abwechslung sorgte. Aber das Tempo konnte und wollte ich nicht mitgehen.
Splitzeit
24:06 Min. (Durchschnitt 4:49 Min./km)
Durchgangszeit 1:34:00 Std. (Durchschnitt 4:42 Min./km)


Kilometer 21 bis 25
Beim 21. Kilometer hatte ich 1:38:50 Stunden auf der Uhr und hatte gute Hoffnung, das bis ins Ziel durchzubekommen. Mal schnell überschlagene 5:20 Minuten für die letzten 4 Kilometer sollte doch eigentlich reichen. Dummerweise wurde die Strecke nun vom Geläuf recht anspruchsvoll, als wir links auf einen kleinen unebenen Fußweg mit einigen Gegenwindpassagen Richtung Ellerau abbiegen mussten. Ausserdem ging mir jetzt langsam der Sprit aus, so dass ich bereits bei km 23 über einen 5er Schnitt rutschte. War mir aber egal. Gemein waren dann die letzten 1,5 Kilometer aus Ellerau raus Richtung Quickborn. Hier ging es zuerst die Unterführung runter und gleich wieder hoch, um danach dann die gegenwindbehaftete leichte Steigung zu erklimmen. Hier gönnte ich mir eine satte 5:30 auf dem letzten Kilometer, fast stehend k.o., aber wohlwissend, die zwei Stunden geknackt zu haben.
Splitzeit 25:41 Min. (Durchschnitt 5:08 Min./km)
Endzeit 1:59:41 Std. (Durchschnitt 4:47 Min./km)

Höhenprofil:






18. Oktober
13. Teutolauf
Hohne-Lengerich
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
2:47:02 Std.
29,7 km
Volkslauf
73. von 108
M40
247. von 623
253
23:03 Min.
5,4 km
Volkslauf
1. von 7
M35
11. von 161
2007
2:24:21 Std.
27,5 km
Waldlauf
43. von 91
M35
213. von 679
2006
2:15:10 Std.
27,5 km
Waldlauf
35. von 114
M35
154. von 779
2004
Erlebnisbericht:  Andersrum

Also, nicht das Ihr denkt, der Teutolauf wäre jetzt schwul geworden ;-)

Nee, nee, der Titel bezieht sich darauf, dass nach der Entscheidung des Veranstalters, den Lauf von 27,5 auf 29,7 Kilometer zu verlängern, die ersten 6,3 Kilometer identisch mit den letzten Kilometern des Vorjahres waren.

Das haben die Kollegen vom TV Hohne richtig gut gemacht, finde ich. Endlich ist das olle Nadelöhr nach 2 Kilometern verschwunden, wo es sich sonst immer wunderbar am Berg gestaut hat.

Auch die Verlängerung der Strecke fand ich gut, besonders, dass zum Ende noch eine richtig schöne Gemeinheit auf den geschlauchten Läuferkörper wartete :-)

Der Start wurde wegen der verlängerten Strecke auf 13:50 Uhr vorverlegt und wie gesagt ging es die ersten knapp 5 Kilometer wunderbar entspannt auf asphaltierten Feldwegen ohne nennenswerte Erhebungen. Man konnte herrlich frei laufen und langsam seinen Rythmus finden.



Leider ist das Problem, dass man sich ganz toll an ein recht hohes Tempo gewöhnt hat, als es dann hammermäßig in die erste knapp 2 Kilometer lange Steigung ging. Ich merkte sofort, dass die 15% heute nicht mein Freund sein würden, weswegen ich auf einen Kampf verzichtete und sicherheitshalber im Stechschritt bis hoch zum Kammweg marschierte. Aus meiner Sicht eine weise Entscheidung, die zweistelligen Steigungen zu gehen, sonst hätte ich die komplette Distanz wohl nicht gepackt.


Oben angekommen konnte man ein bisschen durchpusten und machte sich dann nach der Streckenteilung auf der alten Strecke Richtung Bad Iburg. Dort ging es mit kleinen Änderungen durch den altbekannten Kurpark, wo wenig später bei Kilometer 14 auch schon die fiesen Iburger Treppen mit saftigen 26% Steigung auf uns warteten. Komisch, bei den frühreren Läufen kamen die mir nicht so steil und lang vor :-/

Ein wenig später gab es eine weitere Neuerung. Der Veranstalter hatte
eine neue 14%ige Steigung durch ein ausgetrocknetes Bachbett statt der Strassenpasse im Holperdorper Tal ausgesucht. Und dann war es nach Kilometer 21 auch endlich so weit. Bei diesem Verpflegungspunkt gab es die langersehnten Dominosteine. Da habe ich mich echt schon drauf gefreut und habe extra in der Ferienfreizeit eine Woche vorher darauf verzichtet, um sie hier das erste mal in diesem Jahr genießen zu können. Schnell noch mit ein bisschen Cola runtergespült und weiter gings.

Bei Kilometer 23,2 erreichten wir die Streckenzusammenführung mit der Walker- und 13er-Strecke und liefen über den Kammweg hinab ins Schollbrucher Tal. Ich dachte schon, es könnte jetzt so locker weiter bis ins Ziel gehen und startete erste Hochrechnungen, als ich bei Kilometer 27 fast in die Botanik gekotzt hätte (bildlich gesprochen). Vor uns türmten sich auf einer 80 Meter langen Strecke die Colani-Treppen mit bis zu 42% Steigung auf, an der ich keinen mehr hab laufen sondern nur noch kraxeln gesehen habe.

Und was noch schlimmer war, danach ging es gleich weitere 900 Meter mit ca. 12% hoch, so dass sich meine Hochrechnungen in Windeseile in Luft auflösten. O.k., aber als dann bei Kilometer 28 der letzte Hügel erklommen war, konnte man ganz entspannt den Berg runterrollen lassen, sofern das die verspannte Oberschenkelmuskulatur dies zuließ.

Abschließend muss ich sagen, dass ich den Lauf total genossen habe und die Streckenverlängerung sehr befürworte. Ich glaube sogar, dass die ausgeschriebenen 600 Meter wohlwollen abgerundet wurden, um die Läufer/innen nicht zu schocken. Auf meiner Uhr hatte ich satte 655 Höhenmeter. Der Termin Mitte Oktober ist einfach so genial gewählt, weil der Wald zu diesem Zeitpunkt in der Regel in allen möglichen Farben leuchtet. Das war bestimmt nicht mein letzter Teutolauf...

Höhenprofil:






15. Juni
10. Buchholzer Stadtlauf
Buchholz
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
23:55 Min.
5,3 km
Volkslauf
9. von 44
M40
64. von 461
252
Erlebnisbericht: 

Zu diesem Lauf bin ich ebenfalls gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Wir wollten schon seit bestimmt einem halben Jahr Freunde in Buchholz besuchen und in Gesprächen hieß es immer 'dann kommt doch zum Stadtlauf, da machen unsere Kinder auch mit'. Und auf einmal, Schreck lass nach, war es soweit. Dumm nur, dass ich noch nicht angemeldet war. Tja, dann habe ich mal eben bei Davengo den letzten Anmeldeslot gezogen, sage und schreibe 18 EUR für meinen 5er und ebenfalls noch mal das gleiche für Michaelas Walking-5er draufgelegt. Ich glaube, im Verhältnis zur Streckenlänge war das der teuerste Lauf, den ich je mitgemacht habe. Demzufolge wollte ich auch jeden Meter genießen ;-)

Das Wetter war soweit o.k., runde 20°C ließen keine Frage aufkommen, ob in kurz gelaufen werden konnte. Ganz im Gegensatz zu den Walkern, von denen mehr als 100% lange Buxen trugen (kopfschüttel). Schade wars für die Kinder, die einen gehörigen Guss von oben abbekamen. Danach waren wir am dransten. Der Himmel klarte auf und die Stimmung bei den Läufern und Zuschauern wurde zusehends besser.

Laut Meldeliste waren 550 Läufer/innen für den 5er gemeldet, im Ziel blieben davon aber nur noch 461 übrig. Der Lauf selbst war für mich mehr ein Test, was ich denn durch verpasstes Training der letzten Monate noch so zu laufen imstande bin. Ich habe es mal zusammengezählt, nach dem Brockenlauf im letzten September habe ich bis heute schlappe 262 Kilometer laufenderweise zurückgelegt, also etwa 6,7 Kilometer pro Woche :-(.

Nach dem Startschuss schob sich die Läufermasse erstmal durch ein Nadelöhr um eine Bushaltestelle herum, aber danach war dann freies Laufen angesagt. Ich versuchte, den Puls weitestgehend zu kontrollieren und nicht zu schnell ans Maximum zu gehen. Leider macht es einem das Höhenprofil nicht wirklich leicht. Sobald es in die sanften Steigungen ging, wurde bei mir die Luft knapp. Am Anfang konnte ich aufgrund meiner ungünstigen Startposition (ca. 5. Reihe) einen ganzen Schwung von Läufern überholen und etwa ab der Mitte des Rennens, wo meine Geschwindigkeit ein wenig durchsackte, kamen ausgesprochen wenige wieder an mir vorbei. Das muss wohl auch eine Folge des Profils gewesen sein.

Schade fand ich übrigens, dass es keine verwertbaren Kilometermarkierungen gab. Es standen zwar Schilder rum, aber die waren mehr für den 10er und Halbmarathon gedacht. Dahingehend wusste ich zum Ende des Rennens gar nicht, wie ich zeitlich lag. Aber das war mir dann auch irgendwann egal, weil ich mich so am Anschlag laufend zum Ende hin nicht wirklich toll fühlte. Die 23:55 Minuten konnte ich erstmal nicht einschätzen, aber als ich wieder rechnen konnte, wurde mir klar, dass ich trotz allem doch noch einen satten 4:30er Schnitt rausgedrückt hatte. Damit und auch mit der erreichten Platzierung kann ich mehr als zufrieden sein.

Nachtrag: Wenn ich mir im Nachhinein das Höhenprofil ansehe, frage ich mich wo sich die gefühlten 500 Höhenmeter versteckt haben können ;-)

Höhenprofil:






14. Juni
7. HSH Nordbank Run
Hamburg (Hafencity)
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
ohne Zeit
4 km
Firmenlauf
keine

keine
251
Erlebnisbericht:  Lockeres Einrollen

Ja, ich gebe zu, dass ich seit letzten Oktober ein Problem habe, die Kurve zu bekommen. Das geht bisweilen sogar so weit, dass ich den leistungsbezogenen Gedanken, der beim Wettkampfsport (auf jeden Fall bei mir) immer vorhanden ist, einer grundlegenen Prüfung unterzogen habe und dass der Prozess noch andauert. Aber bisher bin ich noch zu keinem tragfähigen Ergebnis gekommen. Mit ein Grund für meine Abstinenz war ausserdem ein geplanter Eingriff Mitte April in meinen Kieferknochen mit einer sich leider anschließenden ungeplanten Wundheilungsstörung. Die zog sich einige Wochen hin, so dass ich erst letzten Donnerstag die letzte Rutsche Antibiotika absetzen konnte. Vielleicht geht es ja jetzt langsam aufwärts...

Zu diesem Wettkampf in der Hamburger Hafencity
bin ich gekomen, wie die Jungfrau zum Kind. Meine Frau war in Ihrer Firma zum Teamleiter auserkoren worden und so bin ich dort gewissermaßen 'eingereyhert ' worden.  Prinzipiell hatte ich bisher absolut nichts für Firmenläufe übrig. Keine Zeitnahme, langsames Tempo und volle Laufstrecke hielten mich bis dato von solchen Aktionen fern und auch in der Runnersworld wurden solche Artikel unbeachtet überblättert.

Dahingehend war es für mich eine Premiere und eine gute Möglichkeit, mit den alten Vorurteilen abzuschließen und Neuland zu erkunden. Kurze Erklärung für Nicht-Hamburger: Der HSH-Run ist nach dem Marathon der zweitgrößte Lauf in Hamburg. Dieses mal gingen 28.816 Läuferinnen und Läufer an den Start, jeder für sein eigenes Team. 964 Teams waren dieses Jahr am Start und für einen guten Zweck kamen sage und
schreibe 150.000 EUR zusammen.

Wie gesagt, ich war unter Vertrag der Firma Reyher und hatte mich als Fotograf angeboten. Unsere Startzeit war für 17:21 Uhr angesetzt, was auch exakt eingehalten werden konnte. Relativ spät, denn seit 10 Uhr gingen die Teams schubweise auf die Piste und nach uns kamen nicht mehr gar so viele. Meine Rolle war die, immer mal wieder vorzusprinten, eine Serie von Fotos zu schießen, um danach wieder gemächlichen Schrittes mit alten und neuen Bekannten einen kleinen Schnack zu halten. Das Reyher-Team legte viel Wert auf mannschaftliche Geschlossenheit, so dass das Tempo nicht sonderlich hoch war. Ich war hauptsächlich bei der laufenden Gruppe, Michaela hatte zusätzlich eine Walkinggruppe aktiviert, die sie etwas weiter hinten anführte. Dorthin wollte ich mich zum Ende des Rennens zurückfallen lassen, um auch hier ein paar schöne Bilder schiessen zu können.

Was ich schade fand, war die falsch angegebene Streckenlänge. Es sollten 4 Kilometer sein, aber nach allgemeinen Schätzungen konnten es nicht mehr sondern eher weniger als 3 Kilometer sein. Na gut, einige in unserer Gruppe waren sicherlich froh, als es zu Ende war, zumal die Zielgerade gemeinerweise noch stetig bergan führte. Ach ja, die Kulisse war ebenfalls abschreckend. Es gab kaum Zuschauer und durch die Bautätigkeiten in der Hafencity kam es einem so vor, als Laufe man über einen riesengroßen Bauplatz. Ich hoffe, die Bilder illustrieren das ein wenig.














9. März
27. Syltlauf von Hörnum nach List (auf Sylt)
Ergebnis
Distanz
Art
Platzierung
AK
Platzierung gesamt
WK-Nr.
abgebrochen

Volkslauf

M40


2:43:23,80 Std.
33,333 km
Volkslauf
20. von 44
M35
100. von 503
<-- 2007
Erlebnisbericht:  Premiere in der M40

Bereits im letzten Jahr hatte ich mich zeitnah zum Syltlauf angemeldet, um zusammen mit mein Kumpel Henrik und unseren Frauen einen gemeinsamen Kurzurlaub auf Sylt zu verbringen. Dahingehend war der Wettkampf schon sehr weit vorausgeplant. Dummerweise kam Anfang letzten Oktober ein Unfall dazwischen, wobei mich ein unachtsamer Autofahrer beim Radtraining auf die Motorhaube nahm. Und irgendwie bin ich danach nicht mehr richtig in Schwung gekommen. Das Training machte irgendwie keinen Spass mehr, die Motivation ging langsam stiften und so plätscherten die Tage dahin, ohne das von konsequenter Vorbereitung die Rede sein konnte.

Und auf einmal war es dann soweit, noch drei Wochen bis zum Syltlauf. Schnell noch einen 20er und einen 24er in lockerem Tempo im Training gemacht, aber das war es dann auch schon. Am Tag des Laufes waren dann relativ angenehme 6°C und ein optimaler leichter Schiebewind aus SSW. Relativ selten auf der Insel, aber besser als Gegenwind. Da hätte ich gleich zu hause bleiben können. Blöd war nur, dass es nieselte, aber das hörte dann glücklicherweise irgendwann wieder auf.

Von beginn an hatte ich schwammige Oberschenkel, wobei das Tempo auf den ersten 10 Kilometern immer so bei 4:50 Minuten lag und ich mich ansonsten relativ gut fühlte. Bei Kilometer 9 warteten dann in Rantum erstmalig unseren Frauen zum Fotoshooting auf uns. Henrik hatte sich vorgenommen, einen 6er Schnitt als Marathonvorbereitung zu laufen, dahingehend hatten wir uns bereits am Start getrennt. Bei 10 Kilometern stoppte ich eine 48:48 Minuten und war damit eine knappe Minute langsamer als im Vorjahr.

Als es dann hinter Kilometer 13 links nach Westerland abging, begann ich mit der Verpflegung, wobei ich im nachhinein sagen muss, dass das eine Brötchen trotz gutem Frühstück nicht ganz ausreichend war. In Westerland standen ein weiteres mal unsere Mädels und konnten bestätigen, dass die Laune bei uns beiden noch ausgezeichnet war. Mir ging es auch soweit ganz gut. Der Schnitt fiel zwar etwas ab, so dass bei Kilometer 15 eine 1:14:49 Std. stehenblieb, aber damit rechnete ich schon.

Die anschließende Passage der Strandpromenade war wieder mal gigantisch. Die Leute standen hier Spalier, feuerten uns an und wir konnten zudem die herrliche Brandung genießen. Schon allein deswegen lohnt es sich, hier wieder mitzulaufen. Bei Kilometer 17 bogen wir rechts ab in die Dünen Richtung Wenningstedt, wo unsere Startnummern kontrolliert wurden. Mittlerweile hatte ich meinen MP3-Player herausgefummelt, um mich wieder mit Techno-Trance zu motivieren. Es ist faszinierend, wie mein bis dahin eingeschlafener Schnitt von 5:40 Minuten plötzlich um 20 Sekunden angehoben wurde.

Die Halbmarathonmarke wurde etwa in 1:49 Std. passiert, wobei ich jetzt zunehmend müder wurde. Aber für mich galt und gilt die folgende Regel: "Es wird nicht aufgegeben, wenn man müde wird oder keine Lust hat. Erst wenn irgendwas so weh tut, dass ein weitermachen unvernünftig ist, dann wird aufgehört". Diese Regel habe ich bisher immer sehr gut anwenden können.

In Kampen standen letztmalig unsere Frauen zum Fotografieren, bevor es in die Dünen ging. Selbst hier war ich noch zuversichtlich und meinte, das letzte Drittel schaffe ich auch noch. Trotzdem wurde ich immer langsamer und ab Kilometer 24 hatte ich dann einen 6er Schnitt ausgepackt. Das anspruchsvolle Terrain in den Dünen tat sein übriges. Als dann kurz vor Kilometer 30 unsere Strecke die Strasse kreuzte, erblickte ich unerwarteterweise wieder unsere Frauen, die sich zur Anfeuerung dort postiert hatten. Ich quengelte, dass ich keine Lust mehr hätte, wurde aber zum Weiterlaufen ermuntert.

Als ich dann das nächste Stück bis zur 30er Marke (2:43:23 Std.) zurückgelegt hatte, machte unser Weg einen Bogen, so dass ich unbeobachtet meine erste Gehpause einlegte. Leider hatte es die Gehpause in sich. Die Rückenmuskulatur muss wohl so ermüdet gewesen sein, dass irgendeine Sehne, die über die Hüfte in den Oberschenkel geht, heftigst an zu schmerzen fing. An Laufen war überhaupt nicht mehr zu denken, und das Gehen wurde von Minute zu Minute schmerzhafter. Irgendwie hatte ich Glück im Unglück. Die Mädels waren wieder losgefahren Richtung Ziel, als Esther mich gehenderweise entdeckte und die zwei anhielten, um zu fragen, was los sei. Naja, und mehr als zwei Kilometer wollte ich mir bei meinem jetzigen Zustand nicht mehr antun, so dass ich kurzerhand ins Auto kletterte und mich den Rest chauffieren ließ.

War zwar ein blöder Einstand in die neue Altersklasse M40, aber irgendwie auch logische Konsequenz bezogen auf das, was im Vorfeld alles passiert ist. Ich weiss zwar derzeit noch nicht, welches mein nächster Wettkampf sein wird, aber ich hoffe, dass ich den besser absolvieren werde ;-)

Streckenkarte/Streckenverlauf:

Südteil der Insel

Nordteil der Insel

     


Höhenprofil aus 2007:



Während der Aufzeichnung kam es zu starken Änderungen des Luftdrucks, weswegen die Kurve zum einen nicht 100%ig korrekt dargestellt wird, aber der Trend ist eindeutig erkennbar (bis Kilometer 15 ist es relativ flach, nach Kampen hin geht es stetig aufwärts und dahinter in den Dünen kommen nach ein paar Anstiege bis nach List). Zum anderen kann ich keine exakte Angabe der Höhenmeter machen. Die sind im Prinzip auch irrelevant bzw. vernachlässigbar, da es auf der Insel im allgemeinen durch den Wind und das Wetter größere Schwierigkeiten gibt als durch die Erhebungen.